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Bundesobligationen

Sie haben eine Laufzeit von fünf Jahren und zählen damit zur typisch mittelfristigen Geldanlage. Es gibt selbst im Zinstief noch über 4 Prozent Rendite pro Jahr. Besonderheit: In regelmäßigen Abständen werden neue Serien aufgelegt. Am 17. März 2000 zum Beispiel kam die Serie 135 auf den Markt. Sie bringt 5,00 Prozent Zinsen, wurde aber zum hohen Kurs von 100,85 verkauft, sodass unterm Strich 4,80 Prozent Rendite herauskommen, wenn man an diesem Tag gekauft hat. In jedem Falle ist Ihnen der Zins, der an Ihrem Kauftag gilt, auch für die gesamte Laufzeit sicher.

Zinsen fließen jedes Jahr auf Ihr Girokonto; am Ende gibt es den eingezahlten Betrag zurück. Bundesobligationen sind ab 50 € aufwärts zu haben. Während der Laufzeit kann ein Teil oder auch die gesamte Summe abgehoben ("verkauft") werden. Grund: Obligationen werden an der Börse gehandelt. Der vorzeitige Verkauf von Obligationen ist daher börsentäglich möglich (über die Bank), kostet aber 0,5 Prozent der Anlagesumme Spesen. Außerdem können Sie unter Umständen dabei auch Geld verlieren, denn die Papiere werden vor Ende der Laufzeit nur zum aktuellen Tageskurs zurückgenommen, der in aller Regel vom Kaufkurs abweicht. Falls Sie also zum Kurs von 100,85 gekauft hatten und vor Ende der Laufzeit zu einem niedrigeren Kurs verkaufen, so haben Sie Verluste gemacht (bei vorzeitigem Verkauf zu einem Kurs über 100,85 dagegen Gewinn). Falls Sie aber bis zur Endfälligkeit die Obligationen im Depot halten, gibt es weder positive noch negative Kurs-Überraschungen, sondern den kompletten Einsatz zurück.

Der Kauf von "frischen" Bundesobligationen ist bei jeder Bank gebührenfrei. Gebührenfrei können Sie das Papier jedoch etwa nur zwei Monate, nachdem die neue Serie aufgelegt wurde, kaufen. Ist der Löwenanteil verkauft, geht die Obligation an die Börse. Dann dürfen Banken und Sparkassen vom Kunden, der erst zu diesem Zeitpunkt kauft, Provision und Maklergebühr verlangen (0,5 bis 1,0 Prozent der angelegten Summe).