||
Startseite
||
Industrieanleihen
||
Finanzierungsschätze
||
Bundesobligationen
||
Bundesschatzbriefe




Industrieanleihen

Schuldverschreibungen von deutschen Unternehmen sind wie Bankanleihen zu bewerten. Einziger Unterschied: Für die Sicherheit des Papiers steht die Firma mit ihrem Vermögen gerade. Vorsicht: Da praktisch jede x-beliebige Firma Festverzinsliche herausbringen kann, seien Sie sehr kritisch und greifen am besten nur auf Papiere zurück, die von renommierten Unternehmen wie BASF, Daimler Chrysler, Siemens oder Allianz stammen. Firmenanleihen darf nach geltendem Recht praktisch jeder drucken und sie auch ungestraft verkaufen. Darauf fallen viele Geldanleger herein, obwohl die meisten Firmen des grauen Kapitalmarktes die Sicherheit börsennotierter Unternehmen gar nicht bieten, sondern bestenfalls vortäuschen können.

Weiterer Unterschied zu Bankanleihen: Die Mindestanlage ist höher, beträgt meist 500 €. Man kann sie bei jeder Bank kaufen, bezahlt jedoch immer Gebühren: beim Kauf (0,5 Prozent der Anlagesumme), fürs Deponieren in der Bank (0,125 Prozent der Anlagesumme jährlich), beim vorzeitigen Verkauf (nochmals 0,5 Prozent der Anlagesumme). Schon deshalb lohnen Unternehmensanleihen im Regelfall nur, wenn man sie die volle Laufzeit im Depot behält.

Im Zeitalter des Euro erleben Industrieanleihen - auch Corporate Bonds genannt - einen regelrechten Boom. Sie erzielen bis zu 6 Prozentpunkte mehr Rendite als Bundesanleihen. Die Schuldnerbenotung der Firmen durch große Rating-Agenturen fällt unterschiedlich aus; sie zeigt an, wie sicher und pünktlich der Emittent seine Außenstände - also Zinsen beim Anleger - begleicht. Je höher die Rendite, desto schlechter ist in aller Regel die Schuldnerbenotung.